Aktien und Aktienfonds

Welche Arten von geschlossenen Fonds gibt es?

Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen, deren Anteile nach seiner Emission nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (Platzierungszeitraum) gekauft werden können. Danach wird der Fonds in der Regel geschlossen, welches bedeutet, dass keine Anteile mehr gekauft werden können. Weitere ursprüngliche Merkmale eines geschlossenen Fonds am so genannten Erstmarkt sind:

• Eine festgelegte Mindestanlagesumme, je nach Fondstyp z. B. ab 5.000 €

• Ein Ausgabeaufschlag auf der Anlagesumme, z. B. 5 %• Meist eine festgelegte Laufzeit, z. B. ab 5 Jahre• Rückgabe der gekauften Anteile erst nach Ende der Laufzeit• In der Regel nicht an der Börse gelistet bzw. handelbar • Hohe Renditechancen möglich, Verlustrisiko nicht ausgeschlossenAllerdings hat sich bei den Merkmalen der geschlossenen Fonds einiges geändert. Die ursprünglich großen Steuervorteile wurden eingeschränkt. Mittlerweile können Anteile vor Ende der Laufzeit verkauft, dadurch auch gekauft werden. Dieses erfolgt auf dem so genannten Zweitmarkt für geschlossene Fonds, an dem “gebrauchte” Anteile von geschlossenen Fonds gehandelt werden. Dadurch werden nun die geschlossenen Fonds doch an der Börse gehandelt.Welche Arten von geschlossenen Fonds bietet der deutsche Kapitalmarkt an? Die Klassiker unter den geschlossenen Fonds sind die Immobilienfonds, die Schiffsbeteiligung, die Containerfonds, die Flugzeugfonds. Dazu sind neue Arten geschlossenen Fonds gekommen, wie die Private Equity (auch Venture Capital bzw. Risikokapitalfonds genannt), die Medienfonds, die Leasingfonds.Als die neuesten und modernsten Arten geschlossenen Fonds sind die Fonds der Klasse „New Energy“ zu erwähnen, die in Anlagen zur Erzeugung von regenerativen Energien investieren. Dazu gehören die Solarfonds, Windkraftfonds, Fonds für Biogas, Fonds für Geothermie.Zu erwähnen sind auch die als „Blind Pool“ bezeichneten geschlossenen Fonds. Bei denen zahlt der Anleger in einen Pool ein, bevor ihm bekannt ist, in welchen Objekten der Fonds investieren wird. Die Entscheidung darüber obliegt dem jeweiligen Fondsmanagement.Der Anleger wird an die Objekte, in die ein geschlossener Fonds investiert, unternehmerisch (üblicherweise als Kommanditist) beteiligt, welches je nach Art des Fonds Einnahmen und Kosten bedeutet. Zum Beispiel wird der Inhaber von Anteilen an einem Immobilienfonds sowohl an die Mieteinnahmen als auch an die laufenden Kosten für Reparaturen und Modernisierungen beteiligt. Er hat als Immobilienbesitzer auch Steuern aus Vermietung zu entrichten bzw. zu sparen. Am Ende der Laufzeit wird das jeweilig finanzierte Objekt (Immobilien, Schiff) veräußert bzw. an die Börse gebracht und die Anteile zurückgenommen.

Informationen zum Autor "vspvsp":
Tim Schieferstein

E-Mail: schieferstein(at)vsp-services.com
Web: http://www.fondsvermittlung24.de

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