Allgemein, Altersvorsorge, Geldanlagen

Altersvorsorge durch Medienfonds

Ist doch mal was anderes, anstatt jemandem für die Altersvorsorge was gewöhnliches, wie einen langfristig orientierten Aktienfonds oder einen noch sicheren Rentenfonds zu verkaufen, einfach mal einen schön riskanten geschlossenen Fonds. Aber dann nicht einfach einen geschlossenen Fonds den man als normaler Anleger im Groben noch überschauen könnte, wie Immobilien- oder Schiffsfonds. Die Details in diesen Fonds werden auch einige nicht spezialisierte Anlageberater nicht überschauen können, ganz zu schweigen von den Anlegern selbst. Deshalb kamen einige auf die Idee, man müsste einen Medienfonds als Altersvorsorge verkaufen. Einen Fondstyp der unübersichtlicher nicht sein kann, wo mal als Anleger meistens oft nicht weiß, welche Filme die Produktionsgesellschaft machen will. Wie soll man dort abschätzen, ob es sich um lukrative Filme handeln könnte oder nicht, wenn man vorher nicht mal die Filme, sondern nur die Gesellschaft kennt, in die man investieren will. Ganz zu schweigen von dem Risiko an Verlusten, die man als Anleger, bzw. als Kommanditist der Kommanditgesellschaft, im Falle eines Flops der produzierten Filme voll mittragen muss.

Wer so etwas macht, der könnte auch jemandem ein Schrottreifes Auto als Neuwagen verkaufen, wo man doch genau weiß, dass der andere auf das Auto angewiesen sein wird. Einige Anleger haben die bittere Erfahrung gemacht, dass sie einen großen Teil ihres investierten Geldes, was als Altersvorsorge gedacht war, durch Medienfonds verloren haben. Daraufhin haben einige Anleger gegen die verantwortlichen Banken geklagt und gewonnen. In diesem Fall sorgen die Gerichte für Gerechtigkeit, doch man muss sich wirklich fragen, was das für Menschen sind, die wissend anderen Leuten Medienfonds als Altersvorsorge verkaufen. Die Provisionserlöse, im Falle eines Verkaufs von Fondsanteilen, müssen so das Gewissen vernebelt haben, dass diese Verkäufer keine Skrupel beim Verkauf gehabt haben können.

Es bleibt zu hoffen, dass alle Urteile zu Gunsten der Klagenden ausfallen und die Schuldigen für ihr Verhalten ordentlich bluten müssen.

Informationen zum Autor "stefanborn":


E-Mail: bornhoeft(at)finads.de
Web: http://www.vermoegend.com

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