Die Beliebtheit des Bauspar-Darlehens steigt wieder
Das Bauspar-Darlehen war in den letzten Jahren eher als verstaubt und altbacken angesehen. Jetzt allerdings, in schweren Zeiten der Banken- und Finanzkrise erlebt es ein Revival. Anlass für den Wandel ist wahrscheinlich auch das reihenweise Scheitern von risikoreichen Anlageformen. Auch der Vorteil, dass in den Bauspar-Vertrag die Riester-Förderung, in Form von staatlichen Zuschüssen und Streuerleichterung mit einfließen kann, dürfte ein Grund für die erhöhte Nachfrage sein. Allerdings gilt für alle Bausparer, die das 25. Lebensjahr bereits erreicht haben, dass sie den geförderten Bausparvertrag wohnwirtschaftlich nutzten müssen, Das heißt, sie müssen die Immobilie selbst beziehen und dürfen keinen finanziellen Vorteil, durch eventuelle Mieteinnahmen dadurch generieren. Für die jüngere Generation zwischen 16 und 25 Jahren besteht hier noch eine Ausnahmeregelung.
Der Nachteil für alle Häuslebauer besteht nun darin, dass sie erst etwa sieben Jahre in das Sparkonto einzahlen und solange auf die Zuteilung des Darlehens warten müssen. Wem das zu lang dauert, kann auch die Variante des Festdarlehens nutzten. Hierbei handelt es sich um ein Kombi-Produkt. Der zukünftige Bauherr bekommt ein Darlehen gewährt, auf welches er während der Laufzeit nur die Kreditzinsen an die Bank zahlen muss. Die Darlehenssumme kann er dann am Ende, mit Hilfe eines Tilgungsträgers, zurück zahlen. Wenn man als Tilgungsträger einen Bausparvertrag wählt, fließt der monatliche Tilgungsanteil in diesen ein. Daneben wird ein fiktives Wohnförderungskonto eröffnet auf dem die Tilgungsanteile sowie die gewährten Zulagen gutgeschrieben werden. So kann auch ein ungeduldiger Bauherr sofort bauen und daneben die staatlichen Zulagen nutzten. Das Wohnförderungskonto bleibt allerdings bestehen, da es nachgelagert besteuert wird. Das heißt, dass die Geförderten zwischen dem 60. bis zu dem 67 Lebensjahr das Kapital zu versteuern haben. Diese Steuerbelastung können sie entweder einmalig, mit einer Erleichterung von 30 Prozent, oder in Raten abzahlen.
Tina Wagner, wagner@finads.de
finads GmbH, Bessemer Straße 82, 12103 Berlin
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