Der TER – der Total Expense Ratio
Die prozentuale Gesamtkostenbelastung bei Fonds wird seit einigen Monaten in einer eigenen Kennzahl veröffentlicht. Diese Kennzahl bezeichnet man als TER, bzw. Total Expense Ratio. Im Vergleich zu früher ist dies ein Schritt hin zur Kostentransparenz. Der Total Expense Ratio (kurz TER) enthält allerdings nicht sämtliche Kosten, die Fondsgesellschaften ihren Anlegern „insgeheim“ berechnen.
Dadurch dass die Fondsgesellschaften ihre Performancezahlen zwar auf Nettobasis, also nach Abzug der Kosten, veröffentlichen, sind diese im Hinblick auf die Vergangenheit vergleichbar. Bei einem Fondskauf spielt der TER bei den Anlegern, die in Investmentfonds investieren wollen, in der Regel aber eine eher ungeordnete Rolle. Sollten sie aber, denn langfristig gesehen macht sich selbst ein geringer Renditeunterschied bei einem Investmentfonds überproportional bemerkbar. Der Total Expense Ratio setzt sich zusammen aus den Verwaltungsgebühren, wie zum Beispiel für die Fondsgeschäftsführung und das Portfoliomanagement, aber auch Kosten für einen Wirtschaftsprüfer und Betriebskosten, wie auch sonstige Gebühren, zum Beispiel Depotbankgebühren. Die Kennziffer geht auf das britische Fonds-Research-Unternehmen Fitzrovia. Diese untersucht weltweit 30.000 Investmentfonds. In Deutschland betrifft die Veröffentlichungspflicht nur solche Fonds, die zum Vertrieb zugelassen sind. Der TER ermöglicht einem Anleger vor einem Fondskauf einzelne Fonds besser miteinander vergleichen zu können. Eine vollkommene Kostentransparenz wird durch den Total Expense Ratio jedoch nicht gegeben.
Der Grund liegt darin dass Kosten, die aus Käufen und Verkäufen innerhalb des Fondsvermögens entstehen, wie auch erfolgsabhängige Vergütungen darin nicht berücksichtigt werden. Das Transaktionskosten, wie zum Beispiel Handelskosten, Courtagen und gegebenenfalls die Börsenumsatzsteuern werden nicht im TER berücksichtigt. Je nach nationalen Gegebenheiten können die in der Kennzahl einbezogenen Positionen variieren.
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