Risikostreuung durch Kapitalanlage in geschlossenen Fonds
Hat man zuwenig Geld ist das schlecht. Hat man zuviel davon macht es auch Probleme: Wie soll man es sicher und gleichzeitig lukrativ Anlegen? Sparbücher und Festgelder bei Banken hat man ja schon. Auch Aktie, eine Lebensversicherung und eventuell sogar eine eigene Immobilie. Viele Möglichkeiten bleiben da nicht. Klar kann man die eine oder andere Geldanlage einfach aufstocken. Aber Festgeld bringt wenig Zinsen und alles auf Aktien zu setzen ist auch riskant. Die Immobilie vergrößern ist auch nicht immer die Lösung. Welche Möglichkeiten der Geldanlage gibt es noch?
Wichtig ist ein Risikostreuung der Anlage. Das Vermögen sollte auf möglichst unterschiedliche Posten verteilt werden, deren Werte voneinander möglichst unabhängig (unkorreliert) sind. Das ist das Prinzip der Risikostreuung bzw. Portfoliodiversifizierung.
Wenn man eine Geldanlage zur Portfolioergänzung sucht, die nicht von den Börsenkursen abhängig ist, bieten sich geschlossene Fonds (Unternehmensbeteiligung, die nicht an der Börse gehandelt werden) an. Speziell gibt es hier zum Beispiel die geschlossenen Schiffsfonds, mit denen man vom Wachstum des globalen Welthandels profitieren kann. Der Welthandel lässt sich beispielsweise vom Geschehen an der Börse derzeit kaum beeindrucken. Motor des Welthandels ist der Kontinent Asien mit seiner Gier nach Rohstoffen und Exporten von Massenprodukten in den Rest der Welt. Durch die Beteiligung an einem Schiffsfonds kann ein Anleger vom Höhenflug des Welthandels profitieren. Ein Schiffsfonds erwirbt ein oder mehrere Schiffe, die auf Handelsreise geschickt werden. Dadurch werden Erträge aus der Vercharterung der Schiffe eingenommen, die nach Abzug der laufenden Kosten an die Kapitalanleger steuerbegünstigt (Stichwort: Tonnagesteuer) ausgeschüttet werden. Schiffsfonds werfen derzeit im Schnitt Renditen jenseits von 10% (Nach-Steuer) ab.
Ein anderes Beispiel aus dem Bereich der geschlossenen Fonds sind Beteiligungen an Projekten aus dem Bereich erneuerbare Energien. Biogasfonds, Windparkfonds und Solarenergiefonds sind Beispiele, wie man sein Geld im Bereich der Ökostromerzeugung anlegen kann. Gute Erträge sind durch gesetzliche Einspeisevergütungen für Ökostrom garantiert. Risiken bestehen daher eher im technischen Bereich der Anlagen (Zuverlässigkeit, kostspielige Reparaturen, …) sowie bei Solarenergie und Windkraft in der Ertragsprognose. Windkraft und Sonneneinstrahlung sind nicht ohne weites vorherzusagen.
Generell sollten Angebote im Bereich geschlossene Fonds sorgfältig geprüft werden, notfalls unter Hinzuziehung von Experten. Es handelt sich nämlich nicht um 08/15 - Produkte, sondern oft um komplexe Projekte, sowohl in technischer als auch rechtlicher Hinsicht.
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