„Bad Credit Loan“ – Angebote zur Baufinanzierung in den USA für Personen mit begrenzter Solvenz
Situationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den USA werden aktiv Häuslebauer umworben, die nach deutschen Ansätzen kaum jemals eine Chance hätten ein vernünftiges Angebot für ein Darlehen zu bekommen.
Was jedem, der sich ein wenig intensiver mit Finanzfragen beschäftigt hat, garantiert leichte Schauer über den Rücken jagt, wurde jahrelang totgeschwiegen. Die Unterschiede für die Baufinanzierung sind größer als es auf den ersten Blick erscheinen möge.
Natürlich sind auch hier in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr Angebote auf den Markt gekommen, die mehr als die bis dahin üblichen 80% des Kauf- oder Baupreises finanzieren. Dennoch sind die Anforderungen die hier in Deutschland für eine Finanzierung gelten immer noch erheblich höher als in den USA.
Zweiter großer und besonders wichtiger Unterschied: In den USA werden nur selten Zinsfestschreibungen vereinbart – so lange der Hypothekenzinssatz sinkt bedeutet dies Vorteile, denn sinkende Zinssätze werden an den Kreditnehmer weiter gegeben.
Die andere Seite der Medaille ist jedoch bei steigendem Zinssatz zu verzeichnen. Während zum Beispiel die US-Notenbank (FED) im Zeitraum vom 3. Januar 2001 bis zum 11. Dezember 2001 den Zinssatz von 6,0% auf 1,75% und in 2 weiteren Schritten bis zum 25. Juni 2003 auf 1,0% senkte, steigt der Zinssatz seit 30. Juni 2004 auf nunmehr seit 29. Juni 2006 geltende 5,25%.
Dies bedeutet, dass in dem Zeitraum von November 2001 bis Dezember 2004 mit Zinsen von 2% oder darunter nach dem amerikanischen System Kredite besonders günstig waren.
Gleichzeitig kannten Haus- & Immobilienpreise während der letzten 10 Jahre in den USA nur eine Richtung: aufwärts. Dies machte es den Besitzern von Immobilien in den USA besonders einfach, durch gestiegene Immobilienpreise wurde eine vorhandene Hypothek oft aufgestockt und der zusätzlich gewonnene Kapitalspielraum für den privaten Konsum genutzt.
Doch wie so oft folgt nach einem Hoch das böse Erwachen. Inzwischen hat sich der Markt zumindest für Wohnhäuser gedreht – sogar das böse Wort von Immobilienblase macht die Runde.
Die wieder gestiegenen Zinssätze tun ein Übriges um die Situation zu verschärfen, denn wer noch in den Jahren 2002 bis 2004 für eine Hypothek in Höhe von 200.000 USD einen jährlichen Zinsaufwand von nur ca. 4.500 USD aufzuwenden hatte, der sieht sich heute mit Zinsforderungen in Höhe von durchaus 11.000 USD konfrontiert.
Glücklich, wer da in Deutschland lebt. Anders als in den USA werden Zinsfestschreibungen hier favorisiert. Dennoch haben auch hier in den letzten Jahren Änderungen statt gefunden. Mittlerweile ist die Auswahl verschiedener Festschreibungszeiten für eine Finanzierung angefangen von den üblichen Laufzeiten von 5 oder 10 Jahren auch zur langfristigen Sicherung der historisch immer noch niedrigen Zinsen für 15, 20, 25 oder gar bis zu 30 Jahren möglich.
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