Hypothekendarlehn
Es gibt diverse unterschiedliche Hypothekendarlehn auf dem Markt und als Kunde sollte man herausfinden, welches Darlehn das richtige für einen ist. Die größten Unterschiede liegen in der Zinsbindung und in der Rückzahlungsvariante.
Fast alle Kreditinstitute bieten unterschiedliche Zinsbindungsfristen an, üblich sind zwischen 5 und 20 Jahren, auf die sich der aktuelle Zins festschreiben lässt. Nach Ablauf der Frist muss der Darlehnsnehmer mit der Bank einen neuen Zins verhandeln. Kurze Laufzeiten bieten meist bessere Konditionen als langfristige Festschreibungen. Hier ist es wichtig, den Markt zu beobachten und zu schauen, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird. Letztendlich ist es eine Einstellungssache, je nachdem, zu welchem Risiko man bereit ist.
Wichtiger für die richtige Auswahl ist die Wahl der Darlehensart. Die Hypothek wird lediglich zum Sichern des Darlehns genutzt, für welche Rückzahlung der Kunde sich letztendlich entscheidet, ist ziemlich egal. Die häufigste Variante ist ein Annuitätendarlehen. Bei diesem zahlt der Kreditnehmer jedes Jahr denselben Betrag. Die Zinsen werden immer auf die Restschuld berechnet und so ist in den ersten Jahren der Zinsanteil am Beitrag deutlich höher und die Tilgungsrate geringer. So sinkt die Restschuld in den ersten Jahren nur recht gering, dafür aber in den Folgejahren umso stärker. Die zweite Variante ist ein Tilgungsdarlehn, bei dem jedes Jahr ein konstanter Betrag zur Tilgung verwendet wird. Auch dabei werden die Schulden auf den Restbetrag berechnet, so dass die Rate während der Laufzeit immer weiter absinkt. Die letzte Variante ist letztendlich ein endfälliges Darlehn. Bei diesem werden über die komplette Laufzeit nur die Zinsen gezahlt, am Ende der Laufzeit wird die komplette Summe auf einmal fällig. Dieses Hypothekendarlehen besitzt über die Laufzeit geringe Raten, sollte aber nur abgeschlossen werden, wenn gleichzeitig der Tilgungsbetrag in einer anderen Anlageform angelegt wird und am Ende unter Umständen sogar noch mehr Profit abwirft. Außerdem bietet sich ein endfälliges Hypothekendarlehn für Finanzierungen von vermieteten Immobilien an, da die Zinskosten von der Steuer abgesetzt werden dürfen.
Aus diesen drei Varianten kann sich der Kunde in Kombination mit einer bestimmten Zinsbindung das Angebot für ein Hypothekendarlehn heraussuchen, welches am besten auf seine Bedürfnisse passt. Allerdings sollte auch klar sein, dass bei einem Hypothekendarlehn die Bank eine Grundschuld im Grundbuch einträgt und dann bei Nichtzahlung des Kredites das Haus verkaufen darf, um aus den Erlösen die offene Restsumme zu erhalten. Deswegen sind Hypothekendarlehn auch gesicherte Darlehn, weil der Bank das Haus als Sicherheit zur Verfügung steht. Der Darlehnsnehmer bekommt dadurch aber immerhin günstigere Konditionen und nicht umsonst gehört das Hypothekendarlehn deswegen zu den beliebtesten Darlehn in Deutschland.
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