Versicherungen

Alternativen zur Kündigung von Lebensversicherungen

Betrachtet man aktuelle Statistiken zum Lebensversicherungsmarkt in Deutschland, so stellt man fest, dass nur rund 3% aller abgeschlossenen Policen zur Auszahlung gelangen. Der Rest wird vorher gekündigt. Meist liegt das daran, dass immer noch tausende von Versicherungsvertretern unterwegs sind, die ahnungslosen Kunden völlig unpassende, überteuerte Policen anbieten oder gar noch immer mit der Lebensversicherung als Geldanlage werden. Ein Witz, wenn man das erneute Absinken des Garantiezinses seit dem 1. Januar 2007 auf nunmehr nur noch 2,25% pro Jahr betrachtet. Doch muss man eine Lebensversicherung unbedingt kündigen oder gibt es auch andere Wege? Immerhin verliert der Kunde im Falle einer Kündigung immer einen Großteil seiner bislang eingezahlten Beiträge. Ein richtiger Zug wäre es schon einmal, die Lebensversicherung beitragsfrei zu stellen. Dadurch bleibt der Versicherungsschutz erhalten und auch die bislang eingezahlten Beiträge sind nicht verloren. Im Ablauffall kommt dann eben eine entsprechend niedrigere Ablaufleistung zu Auszahlung.
Richtig interessant wird es aber, wenn man seine nicht mehr benötigte Lebensversicherung verkauft oder verleiht. Eine Lebensversicherung verkaufen ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Es wissen nur einfach zu wenige, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Das verkaufen einer Lebensversicherung ist denkbar einfach und hat für den Versicherungsnehmer eine Menge Vorteile: so bleibt im Unterschied zur Kündigung der Police der Todesfallschutz bestehen, die Auszahlung ist wesentlich höher und es werden keine Steuern auf die Zinserträge erhoben, wie es bei der Kündigung der Fall ist.
Eine zweite Alternative ist es, seine Lebensversicherung zu beleihen. Dieses so genannte Policendarlehen ist eine wirklich clevere und vor allem zinsgünstige Alternative zu einem herkömmlichen Kredit. Aber nicht nur die Zinsen sind teilweise erheblich niedriger, auch die Tilgung ist wesentlich flexibler und es findet keine Bonitätsüberprüfung statt, denn eine Lebensversicherung beleihen heißt im Prinzip, einen Teil seiner bereits eingezahlten Beiträge als Darlehen zu benutzen. Bei der Beleihung einer Lebensversicherung bleibt der fürs Alter angesparte Teil Police erhalten, so dass der Kunde hier doppelt profitiert.
Sie sehen, es gibt genügend Alternativen zur Kündigung einer nicht mehr benötigten Lebensversicherung, man muss sie nur kennen und nutzen.

Informationen zum Autor "Daniel Franke":


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