Droht der Kollaps der Pflegeversicherung?
Die Deutschen werden immer älter. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung stetig zu. Dass die moderne Medizin heute in der Lage ist, die Leiden bei schweren Krankheiten zu mindern und somit ebenfalls das Leben um einige Jahre zu verlängern findet sich heute regelmäßig in Zeitungen und Nachrichten wieder.
Das alles hat aber auch seinen Preis. Die Menschen leben nicht nur immer länger, sondern sie benötigen auch immer häufiger und vor allem auch länger Pflege. Solche Wahrheiten werden jedoch in der Öffentlichkeit gerne verdrängt. Ein jeder wiegt sich in Sicherheit durch die 1995 eingeführte Pflegepflichtversicherung. Doch diese stellt nur eine Grundversorgung dar – zusätzliche private Absicherung für den Pflegefall ist also dringend nötig.
Auch bei der Pflegeversicherung ist trotz langen Expertenstreits über die Ausgestaltung einer Versicherungslösung wieder für ein Umlagesystem entschieden wurden. Das bedeutet, dass die laufenden Beitragseinnahmen unmittelbar zur Deckung anfallender Pflegekosten verwendet werden. Ergebnis, auch hier droht bereits mittelfristig ein demographisch bedingtes Finanzierungsproblem. Ein Vergleich der öffentlich zugänglichen Daten zeigt dies schon heute auf. Waren noch im Jahr 1997 gesamt rund 1.660.800 Personen (davon in der Altersklasse unter 20-Jährige: 85,7 Tsd., Altersklasse 20 bis 64-Jährige: 291 Tsd. und in der Gruppe der über 64-Jährigen 1.284,1 Tsd.) pflegebedürftig sind für das Jahr 2005 bereits rund 1.952.000 Personen (davon in der Altersklasse unter 20-Jährige: 91,9 Tsd., Altersklasse 20 bis 64-Jährige: 323,4 Tsd. und in der Gruppe der über 64-Jährigen 1.536,7 Tsd.) auf die Zuzahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung angewiesen.
Nicht nur, dass die Anzahl der auf die Zahlungen der Pflegeversicherung angewiesenen in diesem kurzen Zeitraum um über 17% stieg, auch die Kosten für die Pflege selbst können sich nicht von der allgemeinen Steigerung der Lebenshaltungskosten abkoppeln.
Hier droht der Kollaps, denn vorhandene Reserven werden binnen weniger Jahre aufgebraucht sein, bereits heute wird davon ausgegangen, dass in der gesetzlichen Pflegeversicherung ein jährliches Defizit von mindestens 500 Millionen Euro besteht.
Auch hier gilt, wie in schon vielen anderen Bereichen, wie zum Beispiel die Berufsunfähigkeitsrente oder die Rentenversicherung grundsätzlich, in denen sich Vater Staat still und heimlich aus der Erfüllung schleicht, die mittlerweile bekannte Erkenntnis: Finanzielle Sicherheit ist nur durch rechtzeitige und vor allem private Vorsorge zu erreichen.
Der Vergleich der privaten Pflegezusatzversicherung zeigt je nach Versorgungsziel und Geldbeutel verschiedene Möglichkeiten zur Absicherung angefangen mit dem Grundschutz, wo Leistungen erst mit Pflegestufe 3 erbracht werden, ebenso wie Versicherungsmöglichkeiten wo bereits ab Pflegestufe 2 oder 1 geleistet wird.
Informieren Sie sich hier über die private Pflegeversicherung.
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