Es gibt viele gute Gründe für eine Berufsunfähigkeitsversicherung
Für viele bedeutet das erste selbstverdiente Geld Freiheit. Sich Wünsche erfüllen, auf eigenen Beinen stehen und nicht länger von den Eltern abhängig sein. Spätestens jetzt sollte man sich auch auf die Pflichten besinnen und Vorsorge betreiben, denn das Leben hält immer Überraschungen bereit. Um für Unannehmlichkeiten gerüstet zu sein, gehören in das Versicherungsportfolio die Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Unfallversicherung. Dieser Rat stammt nicht nur von Versicherungsvertretern, sondern auch von Seiten der Politik.
Wer glaubt, ohne Versicherungsschutz auszukommen, sollte sich einfach überlegen, was wäre wenn. Wenn man nicht mehr arbeiten kann. Wenn man kein Gehalt mehr bezieht. Wenn man im Alter nur eine Minirente erhält. Viele „Wenn“, die in jungen Jahren gerne übersehen werden. Dabei spricht die Statistik deutliche Worte. 300.000 Menschen werden Jahr für Jahr berufsunfähig. Zehn Prozent sind jünger als 40 Jahren. Für sie sind diese Fragen nicht Spekulation, sondern Realität.
Ursachen, berufsfähig zu werden, gibt es viele. Die meisten haben mit der Gesundheit zu tun. Rheuma, chronische Gelenkerkrankungen, der Rücken, Herz-, Gefäß-, Nerven und Geisteserkrankungen, Atemwegsprobleme, Krebs – die Liste der Gründe für Berufsunfähigkeit ist lang. Hinzu kommen Unfälle, die zu zehn Prozent für die Diagnose berufsunfähig verantwortlich sind.
Die Definition „berufsunfähig“
Für den Betroffenen heißt das, er kann seinen erlernten Beruf aufgrund von Unfall oder Krankheit maximal noch zu 50 Prozent ausüben. Die Arbeitskraft ist zu sehr eingeschränkt und häufig gar nicht mehr vorhanden. Belegt werden muss dies durch ein ärztliches Attest.
Für wen lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist grundsätzlich für jeden von Interesse, für Arbeiter, Angestellte, Beamte, Selbständige und Freiberufler. Besonders aber für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden. Denn seit 2001 haben sie keinen Anspruch mehr auf die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern müssen sich selbst um den nötigen Schutz bemühen.
Wer vor dem Stichtag geboren ist und keine drei Stunden am Tag mehr arbeiten kann, dem bleibt nur die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Sie umfasst allerdings nur ein Drittel vom letzten Bruttoeinkommen, also nur einen Bruchteil dessen, was man vorher verdient hat.
Wer kann keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?
Ausgenommen von der Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, sind Berufsgruppen, die entweder einem starken Risiko ausgesetzt sind oder sich durch ein unregelmäßiges Einkommen auszeichnen. Darunter fallen beispielsweise reisende Händler, Schausteller, Piloten, Berufsathleten und Profitaucher. Ebenfalls von den Versicherungsunternehmen ausgeklammert werden chronisch Kranke, egal ob physisch oder psychisch, Blinde und Taubstumme.
Worauf sollte man bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?
Die Komplexität einer Berufsunfähigkeitsversicherung macht es zwingend notwenig, sich die Vertragsmodalitäten vorher genau anzusehen. Da die wenigstens sich genau mit der Materie auskennen, bietet die Stiftung Warentest eine Checkliste an, auf der 23 Kriterien genannt werden, auf die man besonders achten muss. Erhältlich ist der kostenpflichtige Download auf der Internetseite der Stiftung Warentest. Zwei Punkte ragen hier besonders hervor. Mit dem „Verzicht auf die abstrakte Verweisung“ hat man auch dann Anspruch auf Leistungen der Versicherung, wenn man in einem anderen Beruf weiter arbeiten kann. Wichtig ist auch die Nachversicherungsgarantie. Sie erlaubt, den Versicherungsschutz auch ohne weitere Gesundheitsüberprüfung zu erhöhen.
Möchte man den Versicherungsschutz abrunden, sollte zusätzlich zur Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine Unfallversicherung abgeschlossen werden.
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